Workshop: Lernen zwischen Teamraum & Schutzraum 

Einblick in den Workshop «Lernen zwischen Teamraum und Schutzraum» vom Januar 2026.

In einem Follow-up-Workshop zur Gewaltfreien Kommunikation mit einem Team meiner Institution stand das Thema Selbstverantwortung im Mittelpunkt. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie herausfordernd und gleichzeitig bereichernd es sein kann, die Aufmerksamkeit auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu richten. 

Zwei Rückmeldungen der Teilnehmenden sind mir besonders in Erinnerung geblieben: 

„Diese gemeinsame Vertiefung tut so gut – wir begegnen uns danach ganz anders.“ 

Und gleichzeitig: 

„Ich wünsche mir weitere Vertiefungen – aber nicht im Team, weil mir manche Themen im Moment zu heikel sind.“ 

Beide Aussagen berühren für mich einen wichtigen Aspekt von Entwicklungsprozessen. Gemeinsame Lernräume können Vertrauen, Verbundenheit und gegenseitiges Verständnis stärken. Gleichzeitig brauchen manche Themen einen geschützten Rahmen ausserhalb bestehender Beziehungen, damit Offenheit überhaupt möglich wird. 

Genau darin zeigt sich für mich eine wichtige Qualität der Gewaltfreien Kommunikation: Wenn Menschen mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen in Kontakt kommen und diese ausdrücken können, entsteht die Möglichkeit für echtes Verstehen – sich selbst gegenüber und im Kontakt mit anderen. Dafür braucht es manchmal den gemeinsamen Lernraum eines Teams und manchmal einen geschützten Rahmen ausserhalb davon. 

Ich bin dankbar für die Offenheit und den Mut der Teilnehmenden, sich auf diesen Prozess einzulassen. Solche Erfahrungen bestärken mich immer wieder darin, wie wertvoll Empathie und Selbstverantwortung für persönliche Entwicklung und gelingende Zusammenarbeit sein können.

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